Repertoire

Die zwei Seiten von Opposite Strings

Photo: Scott Gruber

Die zwei Seiten von Opposite Strings

Eine Band – oder wie in unserem Fall ein Duo – verschreibt sich in der Regel einem bestimmten Stil, einer Musikrichtung. Einerseits weil die musikalischen Interessen der Gruppenmitglieder üblicherweise in dieselbe Richtung gehen und/oder weil eine bestimmte Zielgruppe angesprochen werden soll, sofern öffentliche Auftritte als wichtigste Komponente des Bestehens betrachtet werden.

Auf Grundlage ähnlicher musikalischer Interessen haben auch Frank und ich vor fast elf Jahren Opposite Strings gegründet. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Aber schon vor einer ganzen Weile habe ich begonnen, eigene Songs zu schreiben – zunächst nur für mich, später dann auch für Opposite Strings.

Auf unserer Webseite und auch bei den Live-Auftritten präsentieren wir uns mit Titeln, die sich in erster Linie aus Cover-Versionen bekannter und weniger bekannter Songs der Stilrichtungen Blues, Country Rock und Folk zusammensetzen. Damit sind wir bisher beim Publikum recht gut angekommen. Nur zaghaft versuchten wir, die von mir geschriebenen Stücke ins Programm zu integrieren. Der Erfolg unseres ersten eigenen Songs „This is not the end“ zeigte schnell, dass dieser Weg nicht der schlechteste zu sein scheint.

Inzwischen sind weitere Eigenkompositionen hinzugekommen, die eines gemeinsam haben: Sie zeigen eine andere Seite von Opposite Strings. War „This is not the end“ noch ein relativ simpler Folk-Song (mit eingängigem Thema), so gestalten sich einige unserer Neu-Kompositionen deutlich anspruchsvoller. Insbesondere die beiden neusten Titel „36 Years“ und „State of Existence“ sind sowohl in ihrem Arrangement als auch vom Text her nicht unbedingt leichte Kost, verglichen mit dem sonstigen Repertoire von Opposite Strings.

„36 Years“ startet mit einem schnellen Soft-Picking, geführt von einem eingängigen Thema, und leitet damit nicht nur die erzählte autobiografische Geschichte des Textes ein, sondern auch den kräftigen Hauptteil, in dem das Thema konsequent fortgeführt wird. Nach einer Bridge, die den Spannungsbogen noch verstärkt, und der darauf folgenden Auflösung, verfällt die Instrumentierung wieder auf das Picking und lässt das Thema sanft ausklingen.

Als ich den Song „State of Existence“ schrieb, hatte ich ebenfalls zunächst ein Thema vor Augen, das entfernt an den Stil von Pink Floyd erinnerte. Im Laufe der Arbeit verstärkte sich dieser Eindruck durch eine anspruchsvolle Dynamik weiterer Themen, die für Abwechslung sorgen. Insbesondere der Refrain erinnert dann wieder an bekannte Pink-Floyd-Harmonien. Dies wird unterstrichen durch einen etwas traumwandlerischen Text, der die eigene Selbstverständlichkeit und den Sinn des eigenen Daseins hinterfragt.

Beide Songs sind noch ganz jung und das Arrangement noch nicht endgültig fertig. Doch schlägt Opposite Strings mit diesen Titeln eine neue Seite ihres Tuns auf. Ohne bei Auftritten auf Blues, Rock und Folk/Country Rock zu verzichten, wollen wir zeigen, dass wir nicht nur abkupfern können, sondern durchaus in der Lage sind, eigene anspruchsvolle Arrangements zu realisieren. Wobei es auch hier ziemlich abwechslungsreich zugeht. Neben den drei genannten Titeln gehört mit „Dangerous“ auch ein Blues dazu, „Heavily Divided“ erinnert ein wenig an die Kinks, „Good Man‘s Holler“ ist ein sozialkritischer Folk Rock und mit „That‘s It“ beenden wir unsere Konzerte mit einem guten alten Rock ‘n’ Roll-Fetzer. Es wird also nicht langweilig.

Wenn Euch unsere selbst komponierten Songs gefallen, hinterlasst doch einfach einen entsprechenden Kommentar auf unserer Webseite oder auf unserer Facebook-Seite.

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